Ein Keks. Ein Spruch. Ein Ah-Moment.

Ein Keks. Ein Spruch. Ein Ah-Moment.

Die heimliche Superkraft des Glückskeks-Marketings

Es gibt diesen einen Moment. Die Folie raschelt, der Keks knackt zwischen den Fingern, und dann diese halbe Sekunde Span­nung, bevor der Zettel ausein­an­der­ge­faltet ist. Was steht wohl drauf? Ein guter Wunsch? Eine kleine Weis­heit? Ein Augen­zwin­kern, das genau heute genau passt? Es ist ein winziger Augen­blick. Und doch einer, der hängenbleibt.

Genau dieses Gefühl haben wir uns für den Tag der offenen Tür eines Kunden zunutze gemacht: mit komplett indi­vi­dua­li­sierten Glücks­keksen. Verpa­ckung im Haus­de­sign, Logo auf dem Innen­zettel, eigene Sprüche zum Anlass. Und das Schöne daran: Der Glücks­keks selbst macht schon die halbe Arbeit. Warum, das schauen wir uns jetzt an.

Was wirklich in den Keksen steckt

Klar, die meisten Sprüche sind moti­vie­rend, philo­so­phisch oder zumin­dest nett gemeint. Aber dann gibt es da diese Sorte von Sprü­chen, bei der man kurz inne­hält und schmun­zeln muss:

„Igno­rier den vorhe­rigen Glückskeks.“

„Du bist genau die rich­tige Mischung aus Sonnen­schein und leichtem Chaos.“

„Heute ist ein guter Tag, um etwas zu tun, was du gestern noch nicht konntest.“

Genau das ist der Punkt: Solche Botschaften werden gelesen. Vorge­lesen. Foto­gra­fiert. Weiter­ge­geben. Versuch das mal mit einem Werbe-Newsletter.

Warum dieses kleine Knusperding so groß wirkt

Der Zauber liegt nicht im Keks, sondern im Ritual. Auspa­cken, brechen, lesen, schmun­zeln. Eine kleine Choreo­grafie, in der die Marke nicht aufdring­lich auftritt, sondern einge­laden wird. Und das Schöne: Niemand muss über­redet werden, einen Glücks­keks zu öffnen. Im Gegen­teil, man freut sich darauf. Diese Mischung aus Neugier, Vorfreude und einem Funken Magie ist im Marke­ting nahezu konkurrenzlos.

Wer einen Glückskeks überreicht bekommt, fühlt sich beschenkt, nicht beworben.

Die Botschaft im Inneren wird nicht über­flogen, sie wird gelesen. Vorge­lesen. Foto­gra­fiert. Einge­steckt für später. Ein Werbe­kon­takt, der sich anfühlt wie ein kleines Geschenk, und genau deshalb hängen­bleibt, lange nachdem der Keks längst aufge­gessen ist.

Was für unseren Kunden gebacken wurde

Beim Tag der offenen Tür sollte alles passen, also wurde alles individualisiert:

  • Foli­en­ver­pa­ckung in den Haus­farben des Kunden, mit Logo und kleiner Begrüßungszeile.
  • Innen­zettel beid­seitig bedruckt: Logo auf der einen Seite, eigens formu­lierte Sprüche auf der anderen, mal verschmitzt, mal moti­vie­rend, mal mit kleinem Augen­zwin­kern für Eingeweihte.
Kundenbeispiel: gebrandete Verpackung und individueller Spruch im Inneren.
Kunden­bei­spiel: gebran­dete Verpa­ckung und indi­vi­du­eller Spruch im Inneren.

Fazit: Klein, knusprig, klug

Glücks­kekse als Werbe­mittel sind das genaue Gegen­teil moderner Aufdring­lich­keit. Sie schreien nicht. Sie blinken nicht. Sie laden ein. Während Empfänger den Zettel ausein­an­der­falten, passiert das, wovon Marke­ting-Abtei­lungen träumen: ein Lächeln, ein Moment Aufmerk­sam­keit, eine kleine Geschichte zum Weitererzählen.

Beim Tag der offenen Tür unseres Kunden wurden die Kekse nicht wegge­steckt. Sie wurden geöffnet, gezeigt, kommen­tiert, foto­gra­fiert. Das Logo? Wurde nebenbei mitge­lernt. Ohne Druck. Mit Genuss.

Die beste Werbe­bot­schaft ist eben die, auf die man sich freut.

P.S. Für alle, die unnützes Wissen lieben:

Glücks­kekse sind übri­gens gar nicht chine­sisch. Sie wurden vermut­lich zwischen 1907 und 1914 vom japa­ni­schen Einwan­derer Makato Hagi­wara in seinem Teegarten in San Fran­cisco erfunden, inspi­riert von Omikuji, jenen Wahr­sa­ge­zet­teln aus japa­ni­schen Tempeln. Dass sie heute trotzdem mit chine­si­scher Küche asso­zi­iert werden, hat einen trau­rigen Hinter­grund: Während des Zweiten Welt­kriegs wurden japa­nisch stäm­mige Fami­lien in den USA inter­niert, ihre Bäcke­reien geschlossen. Chine­si­sche Restau­rants über­nahmen die Produk­tion, und so wurde aus einer japa­ni­schen Idee ein vermeint­lich chine­si­sches Klischee. Nach China selbst kam der Keks erst in den 90ern, und wurde dort übri­gens eher verwirrt zur Kenntnis genommen.

Heute werden allein beim US-Markt­führer Wonton Food rund 4,5 Millionen Glücks­kekse pro Tag geba­cken, mit etwa 15.000 verschie­denen Sprü­chen im Reper­toire. In Deutsch­land gibt es Glücks­ge­bäck „Made in Germany“, produ­ziert seit 2003 im badi­schen Gondelsheim.

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