Hand aufs Herz: Wenn wir Recruiting heute noch so machen wie vor zehn Jahren, brauchen wir uns über fehlende Bewerbungen nicht zu wundern. Eine (oft teure) Anzeige in der Online-Jobbörse, vielleicht noch ein Post auf LinkedIn, Instagram und Facebook – und dann abwarten. Das hat vielleicht mal funktioniert. Heute reicht das nicht mehr.
Der Fachkräftemangel trifft den Mittelstand besonders hart. Gleichzeitig konkurrieren unsere Kunden nicht nur mit regionalen Wettbewerbern, sondern mit Konzernen, Start-ups und zunehmend auch mit Remote-Arbeitgebern aus ganz Deutschland.
Wer Talente gewinnen will, muss sichtbar sein. Und zwar nicht nur dann, wenn eine Stelle frei wird.
Zeitgemäßes Recruiting im Mittelstand bedeutet für uns vor allem eines: Die eigene Arbeitgebermarke nachhaltig wirksam aufbauen, Reichweite intelligent nutzen und Menschen dort erreichen, wo sie sich wirklich aufhalten – beruflich wie privat.
Recruiting ist heute Arbeitgeberpositionierung
Die meisten guten Kandidaten sind nicht aktiv auf Jobsuche. Sie scrollen nicht täglich durch Stellenportale. Sie lassen sich inspirieren, beobachten den Markt, hören sich um. Genau hier liegt die Herausforderung – und die Chance.
Wenn mittelständische Unternehmen nur dann kommunizieren, wenn sie eine konkrete Stelle zu besetzen haben, bleiben sie austauschbar – und tummeln sich dort, wo sich alle tummeln.
Nachhaltiges Recruiting beginnt früher.
Es geht darum, sich im regionalen Umfeld als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Menschen sollen das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber kennen, bevor sie wechseln wollen.
Das funktioniert nur, wenn wir kontinuierlich Präsenz zeigen. Nicht nur als Stellenanzeige, sondern als Unternehmen mit Haltung, Kultur und Persönlichkeit. Wer uns im Alltag wahrnimmt, speichert uns im Hinterkopf ab. Und wenn dann der Wunsch nach Veränderung entsteht, sind wir bereits eine Option.
Kinowerbung im Recruiting? Genau deshalb funktioniert sie.
Viele denken bei Mitarbeitergewinnung zuerst an Online-Jobbörsen. Wir denken weiter. Warum sollten Sie nicht dort werben, wo Menschen aufmerksam sind und Zeit haben? Im Kino zum Beispiel.
Kinowerbung schafft eine emotionale Bühne. Der Saal ist dunkel, das Handy bleibt in der Tasche, die Aufmerksamkeit liegt auf der Leinwand. Genau dieses Umfeld können wir nutzen, um uns als Arbeitgeber in der Region zu präsentieren. Gerade für mittelständische Unternehmen mit lokalem Einzugsgebiet ist das extrem spannend. Sie erreichen Menschen aus Ihrer Region – nicht abstrakt, sondern ganz konkret.
Der große Vorteil: Sie sprechen auf dem Weg nicht nur potenzielle Bewerber an, sondern auch deren Umfeld. Freunde, Partner, Familienmitglieder sehen Ihren Spot. Vielleicht sucht gerade niemand aktiv einen Job. Aber jemand im persönlichen Netzwerk tut es. So entsteht Reichweite über Empfehlungen – einer der stärksten Recruiting-Hebel im Mittelstand.
Addressable TV: Recruiting im Wohnzimmer
Auch Fernsehen ist längst nicht mehr das, was es einmal war. Mit Addressable TV können Sie regionale Werbebotschaften gezielt auf Smart-TVs ausspielen. Das bedeutet: Ihre Recruiting-Botschaft erscheint als Einblendung auf dem Bildschirm – gesteuert nach Region und Zielgruppe.
Für den Mittelstand eröffnet das vollkommen neue Möglichkeiten: Sie können in Ihrem direkten Einzugsgebiet sichtbar werden, ohne bundesweite Streuverluste zu produzieren. Gleichzeitig profitieren Sie vom Image eines hochwertigen Kanals.
Wer im TV präsent ist, wirkt etabliert und relevant.
Genau diese Wahrnehmung zahlt auf die Arbeitgebermarke ein. Und wieder gilt: Es geht nicht nur um die konkrete Stelle. Es geht darum, sich langfristig als Arbeitgeber im Kopf der Menschen zu verankern.
Programmatic Advertising: Daten statt Gießkanne
Natürlich spielt auch die digitale Welt eine zentrale Rolle. Programmatic Advertising ermöglicht es uns, Recruiting-Kampagnen datenbasiert auszusteuern. Statt Anzeigen breit zu streuen, sprechen wir dort gezielt Menschen mit passenden Interessen, Qualifikationen oder in einem bestimmten geografischen Umkreis an.
Besonders wirkungsvoll ist die Kombination aus Performance und Image. Wer die Karriereseite besucht, kann erneut angesprochen werden. Wer sich für bestimmte Themen interessiert, sieht die Botschaft auf relevanten Plattformen. So erhöhen Sie nicht nur die Wahrscheinlichkeit einer Bewerbung, sondern stärken parallel Ihre Arbeitgeberbekanntheit.
Recruiting findet im Netzwerk statt
Und noch ein Aspekt wird häufig unterschätzt: Die meisten Einstellungen entstehen über persönliche Kontakte. Empfehlungen aus dem privaten oder geschäftlichen Umfeld spielen eine enorme Rolle. Deshalb reicht es nicht, nur die aktiv Suchenden anzusprechen.
Wenn wir regional sichtbar sind – im Kino, online, im TV oder auf Events – erhöhen wir die Wahrscheinlichkeit, dass jemand in seinem Umfeld von Ihnen erzählt. Vielleicht sagt ein Kumpel oder eine Freundin: „Die suchen gerade Leute.“ Oder ein Kunde empfiehlt Sie weiter. Genau hier entfaltet moderne Recruiting-Kommunikation ihre volle Wirkung.
Für Unternehmen im Mittelstand ist das eine große Stärke. Sie sind nahbar und oft tief in der Region verwurzelt. Diese Nähe können und können Sie strategisch für ihr Recruiting nutzen.
Mein Tipp zum Schluss:
Werfen Sie unbedingt einen Blick auf Ihr Profil bei kununu – die Plattform tauch schnell bei Google-Suchen auf und ist für Bewerbende eine wichtige Informationsquelle. Man sollte also als Arbeitsgeber zumindest wissen, was dort über das eigene Unternehmen zu finden ist.
Sie wollen neue Wege im Recruiting gehen? Dann melden Sie sich gerne bei uns!